Equal Pay Day: „Let’s talk about pay, Baby!“ – Paul-Kientzl fordert mehr Gehaltstransparenz

Eisenstadt, 5. 11. 2026

GRÜNE Klubobfrau: „Österreich hinkt bei der Lohngerechtigkeit hinterher. Die EU-Lohntransparenzrichtlinie muss endlich umgesetzt werden.“

Grüne Klubobfrau Margit Paul-Kientzl

Ab heute arbeiten Frauen in Österreich statistisch gesehen bis zum Jahresende „gratis“. Darauf macht der Equal Pay Day aufmerksam. Während Männer das durchschnittliche Jahresgehalt von Frauen bereits am 5. November erreicht haben, müssen Frauen dafür bis zum 31. Dezember arbeiten. Die verbleibenden 56 Tage des Jahres gelten daher symbolisch als jene Zeit, in der Frauen im Vergleich zu Männern ohne zusätzliche Entlohnung arbeiten. Im Burgenland fällt der Equal Pay Day heuer auf den 7. November und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr immerhin um einen Tag nach hinten verschoben. Ein kleiner Fortschritt, der für die GRÜNE Klubobfrau Margit Paul-Kientzl allerdings kein Grund ist, sich zurückzulehnen.

„Österreich gehört bei der Lohngerechtigkeit zu den Schlusslichtern in Europa. Das ist schlichtweg peinlich. Also: Let’s talk about pay, Baby!“, sagt Paul-Kientzl.

Schluss mit dem Schweigen über Gehälter

Ein wesentlicher Schlüssel zu mehr Lohngerechtigkeit ist für die GRÜNE Klubobfrau die Offenlegung von Löhnen und Gehältern. Solange niemand weiß, was Kollegen für vergleichbare Arbeit verdienen, bleiben ungerechtfertigte Gehaltsunterschiede oft unentdeckt. Die EU-Lohntransparenzrichtlinie soll Frauen ermöglichen, Gehaltsunterschiede leichter aufzudecken und ihr Recht auf gleichen Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit durchzusetzen. Österreich hätte diese Richtlinie bereits bis zum 7. Juni 2026 in nationales Recht umsetzen müssen, die Bundesregierung ist aber bis heute säumig.

„Wenn wir über Gerechtigkeit reden, müssen wir auch offen über Geld reden. Ein erheblicher Teil der Lohnunterschiede lässt sich nämlich nicht durch Faktoren wie Ausbildung, Berufserfahrung oder Arbeitszeit erklären. Schweigen über Gehälter schadet daher den Frauen und bevorzugt jene, die von der Intransparenz profitieren. Angesichts unseres schlechten Abschneidens im EU-Vergleich habe ich absolut kein Verständnis dafür, dass die Bundesregierung die EU-Lohntransparenzrichtlinie noch immer nicht umgesetzt hat. Frauen müssen erkennen und einfordern können, wenn sie für gleichwertige Arbeit schlechter bezahlt werden. Nur so können wir auch bei der Bezahlung mehr Geschlechtergerechtigkeit erreichen“, sagt Paul-Kientzl abschließend.

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